„Die School for Life nimmt Kinder aus armen und risikoreichen Verhältnissen auf. Am Anfang steht die Wiedergewinnung ihrer Lebensfreude. Wir wollen diese Kinder so fördern, dass sie – von ganz unten startend – weit nach oben kommen können. Also keine armselige Pädagogik für arme Kinder, sondern eine erstklassige Bildung und ein Lernen als  Abenteuer.“

Prof. em. Dr. Jürgen Zimmer
Mitbegründer der School for Life in Chiang Mai
Träger des Bundesverdienstkreuzes

School for Life-Gründer Prof. em. Dr. Jürgen Zimmer setzt sich für Menschen am Rande der Gesellschaft ein und ermutigt sie, neue Wege zu gehen. Eines seiner Ziele: „The best for the poorest“. Das heißt für Zimmer, Armut durch eine möglichst erstklassige Bildung und intelligentes Entrepreneurship zu bekämpfen. Dafür macht er sich in einer Vielzahl von Bildungsprojekten weltweit stark.

Bereits seit Jahrzehnten gehört die Bildungsberatung und Projektentwicklung in Lateinamerika, Afrika und Asien zum Alltag des mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneten Erziehungswissenschaftlers: „Meine Arbeit in den Favelas von São Paulo, den Slums von Manila, den Barrios von Nicaragua oder in abgelegenen Landstrichen Nigerias begann Ende der siebziger Jahre. Ich traf auf Kinder, die das tägliche Risiko aushielten, morgens aufzuwachen, ohne zu wissen, wie sie tagsüber satt werden könnten. Ich traf auf gebeutelte, starke, verletzte, widerstandsfähige Kinder. Kinder, die von klein auf an daran gewöhnt sind, ihr Überleben zu sichern.“ Seine Idee: Die Kinder der Armen zu Unternehmern machen, ihnen das nötige Knowhow zu vermitteln und „Wege aus dem informellen ökonomischen Sektor in den regulären Markt zu zeigen“.

Auch wenn Prof. Jürgen Zimmer (unten im Gespräch mit SHIRTS FOR LIFE Gründer Dr. Uli Hofmann) sich seit über einem Jahrzehnt offiziell im Ruhestand befindet, setzt er sich aktiv für die Vergrößerung des Netzes von „United Schools for Life“ ein, vor allem an Armutsstandorten. Zum 90-jährigen Jubiläum der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“, wurde Jürgen Zimmer jetzt im Rahmen der Porträtreihe „90 Jahre, 90 Köpfe“ als einer der ehemaligen Stipendiaten vorgestellt, zu denen unter anderem auch Gesine Schwan, Bernhard Grzimek, Petra Gerster und Eckart von Hirschhausen gehören. Die Studienstiftung förderte bis heute mehr als 60.000 junge Menschen, deren Begabung und Persönlichkeit besondere Leistungen im Dienst der Allgemeinheit erwarten lassen. Mehr Informationen unter http://www.studienstiftung.de/90jahre.html